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Hexengarten13

Hier dreht es sich um Natürliche Gesundheit, Hexen, Katzen, Vegane Ernährung und Kochrezepte

Kategorie

Heilkräuter

Ringelblume (Calendula officinalis)

Hier noch eine bekannte Blume die in keinem Bauerngarten fehlen darf.

Die Ringelblume besticht durch ihre wunderschöne gelben oder auch orangen Blütenköpfe die wie eine kleine Sonne uns erfreuen. Ihre zarten Blütenblätter werden gerne als Farbakzent im Salat beigegeben, aber man kann aus ihnen auch eine wunderbare Salbe selber herstellen.

Von Bauern wird sie auch gerne als Wetteranzeiger zu Rate gezogen. Wenn sich die Blütenköpfe in den frühen Morgenstunden nicht öffnen so zeigt dies Regen an.

Sie soll auch gegen Fadenwürmer und Schnecken im Gemüsebeet helfen. Was man immer so findet wenn man nachforscht…Das werde ich wohl selber im nächsten Jahr bei mir ausprobieren, denn ich hab immer noch ein Schneckenproblem im Garten…

Ja auch Kräuterhexen haben es manchmal nicht ganz leicht 😉

 

Wuchs:         Aufrechter Wuchs, verzweigt bis zu 40cm hoch, liebt sonnige Plätze

Blüte:            Juni bis Oktober

Wuchs Ort:   Vorwiegend in Gärten anzutreffen.

Ernte:            ab Juli bis Oktober, Blüten und auch junge Blätter

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Quercetin- & Isorhamnetinglycoside, Carotinoide, Ätherische Öle

Wirkung:     Entzündungshemmend, Hautirritationen, Hamörrhoiden, Sonnenbrand, Quetschungen, Wundheilungs fördernd, Abschwellend, Antibakteriell, Geschwüre, Eiter, Brandwunden, Warzen, Hühneraugen, Galle, Niere, Leber

Küche:          Salate, Kräuterbutter, Tee,  kann zum färben von z.B. Reis verwendet werden

Kapuzinerkresse (Tropaeolum)

In Bauerngärten weit verbreitet aber auch in normalen Gärten gern gesehen. Die Kapuzinerkresse ist vielseitig in ihren Farben sowie in ihrer Wuchs Art. Aber sie ist nicht nur hübsch anzusehen sondern auch ein wertvoller Helfer für die Gesundheit.

Ausserdem ist sie eine Köstlichkeit im Salat, denn sie schmeckt Kresse ähnlich 🙂 Ihre wunderbare würzige Note riecht man bereits beim schneiden der Blätter und Blüten.

 

Wuchs:         wächst krautig, kriechend oder auch an Spalieren rankend. Es gibt auch verschiedene Grössen davon.

Blüte:            ab Ende Juni bis Oktober

Wuchs Ort:   Gärten

Sandort:       Sonnig bis Halbschattig

Ernte:    Blätter, Blüten und unreife Samen während der Saison, lebt bis zum Frost aber dann stirbt die Pflanze ab.

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Senfölglykoside, Oxalsäure, Mineralsalze,

Wirkung:  Entzündungshemmend, Harnwegsinfekte, Verdauungsfördernd, Bronchitis, Durchblutungsfördernd,  Schmerzlindernd, Nasennebenhölen Entzündungen, Grippale Infekte, Wundheilung, wirkt sehr gut gegen Pilze, Viren und Bakterien

Küche:   Tee, Salat, Smoothies, falsche Kapern aus den grünen Samen

 

Beifuss (Artemisia vulgaris)

Viele kennen den Beifuss (Auch Wermut genannt) im Gänsebraten an Weihnachten. Dort wird er gerne beigemengt um das meist fettreiche Essen besser verdauen zu können. Doch schauen wir mal genauer hin was das tolle Kräutlein uns auch noch schenken kann.

Zu früheren Zeiten wurde das Kraut gerne bei langen Wanderungen mitgenommen. Es soll dem Träger vor der Müdigkeit und vor Unglück bewahrt haben.

In der Winterzeit ist ein Fussbad von Beifuss eine wunderbare Sache, denn es wärmt den Körper durch 😉 Hilft dann auch gut gegen Erkältungen und Blasenentzündung.

Mystisches: Früher wurde ein Kranz aus Beifuss um die Hüften gebunden und man tanzte damit um das Johannisfeuer. Später warf man den Kranz ins Feuer und so sollten sich alle Anfeindungen zusammen mit dem Kranz in Luft auflösen.

Auch wurde er zusammen mit anderen Kräutern dazu benutzt, Ställe und Häuser auszuräuchern um böse Geister zu vertreiben. Dieses Ritual führte man an der Sommer- und Wintersonnenwende durch.

Bei Geburten war der Beifuss auch zu gegen, denn das Kraut ist der Schutzgöttin Artemis zugeteilt. Sie ist die Hüterin über die Hebammen, Geburt und Abtreibung.

Wuchs:         wächst aufrecht, 50 bis 200cm hoch, fiederspaltige Blätter mit silbernem Glanz

Blüte:            ab Juli bis September

Wuchs Ort:   Garten, Felsenritzen, Burgmauern, Wegränder

Sandort:       Sonnig bis Halbschattig. Nicht zu feuchte Standorte und selten düngen!!!

Pflege: Wer an Allergien leidet sollte den Beifuss vor der geöffneten Blüte zurück schneiden, denn viele reagieren empfindlich auf ihre Pollen. Nach der Abernte lässt man den Rest stehen. Erst im Frühjahr wird er bis kurz über dem Boden zurückgeschnitten.

Ernte:  Blätter vor der Blütezeit, ganze Zweige mit ungeöffneten Blütenköpfchen, Wurzel im Spätherbst

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Carotinoide, Sesquiterpenlactone, Hydroxycumarine und Flavonoide

Wirkung:   Sämtliche Magenbeschwerden, Appetit- und Stoffwechsel fördernd, Mundgeruch, Gelbsucht, Gallensteine, weissem Fluss, Erkältung, Blasenentzündung, Geburtsunterstützend, Wassersucht, Wechseljahr Beschwerden, Würmer, Übelkeit, kalte Hände & Füsse, innere Unruhezustände und Nierenleiden

Küche: Tee, Suppen, Salat, Kartoffeln, Geflügel, Wild, Käse, in fetten Speisen, Wein, Öl und Essig

Sonstige Verwendung: Fussbäder, Räucherwerk

Wichtig: Der Beifuss sollte nicht überdossiert angewendet werden! Z.B. Tee höchstens 3Tassen pro Tag. Auch nach ca. 6Wochen muss eine Pause eingelegt werden.

Sein sehr Bitterer, herber Geschmack hält zum Glück viele davon ab zu viel zu sich zu nehmen 😉

 

Gundermann (Glechoma hederacea)

Der Gundermann auch Gundelrebe genannt wird von Gärtnern und Bauern meist nicht gerne gesehen. Er überdeckt in kürzester Zeit grössere Flächen und ist dann nur noch schwer wieder aus dem Garten zu bekommen.

Früher war der Gundermann auch als Soldaten Petersilie bekannt. Er wurde gene auch als Mittel gegen eitrige Wunden verwendet. Auch als Beigabe in den Salat kam er viel in Anwendung.

Kenner schätzen seinen Geschmack denn die Gundelrebenblätter lassen sich wunderbar in Schokolade eintauchen und als Dessert geniessen. Man sagt nicht umsonst das der Gundermann das Wiesen After Eight ist 😉

 

Magisches über dieses Kräutlein: Zu Halloween, auch unter dem Namen Beltane und Samhain bekannt, wurde das getrocknete Kraut auch gerne verräuchert. Er soll sehr bei Veränderungen und Neubeginn unterstützend wirken. So kam er damals bei den Kelten als Teil eines Rituals zum Einsatz.

 

Wuchs:         wächst am Boden und bildet weite Ausläufer. Die Blätter sind Rebenblättern ähnlich aber viel kleiner.

Blüte:            März bis Juli

Wuchs Ort:   Waldränder, Auenbüsche, Parkanlagen, Gärten, bevorzugt schwere, fruchtbare, feuchte Böden, Gewässernähe

Sandort:       Sonnig bis Halbschattig

Ernte:         März bis Juni (kann aber auch noch später geerntet werden solange er wächst)

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Glechomanolid, Flavonoide, Gerbstoffe, Vitamin C, Lektine

Wirkung:   hilft bei verdorbenen Magen, Akne, Artrithis, Rheuma, Erkältung, Husten, Asthma, Ausschlag, Blutspeien, Kopf- und Ohrenleiden, Lungenleiden, Würmer, Durchfall, Wunden, Schweisstreibendes Mittel gegen Gifte, Entzündungs hemmend, hilft bei der Entgiftung von Schwermetallen

Verwendung: Als Dessert wie oben erwähnt, in Smoothies, im Salat, Suppe und als Tee

Tipp: Tee aus frischen Blätter hilft gegen chronische Erkältung. Dafür nimmt man 1-2 TL frische Blätter und giesst mit 250ml heissem Wasser auf. Mit einem Deckel abdecken und nach 5Min. kann der Tee genossen werden. Bei Bedarf 1-2 Tassen täglich trinken.

Achtung: Für den Menschen ist keine Giftigkeit bekannt. Für manche Tiere ist der Gundermann jedoch eine Giftpflanze. Z.B. Pferde, Nutztiere und auch Nagetiere reagieren stark darauf.

Wegwarte ( Cichorium intynus)

Kennt ihr auch die Geschichte von einer Frau edlen Geblüts welche am Wegesrand auf die Heimkehr ihres Liebsten wartete der jedoch nie kam? Aus Mitleid wurde Sie von den Göttern in eine Blume verwandelt die fortan am Wegesrand steht mit ihren hübschen blauen Blüten. So steht Sie jedes Jahr von neuem am Wegesrand und wartet auf die Heimkehr ihres Liebsten noch heute und bis in alle Ewigkeit.

Es ranken sich viele Geschichten und Legenden um die Wegwarte. Im Mittelalter wurden ihr Zauberkräfte nachgesagt. Besonders im Liebeszauber wurde sie eingesetzt.

Ihre Blüten erscheinen während den Morgenstunden bis etwa 11Uhr. Danach vergeht sie  und neue Blüten kommen am nächsten Tag wieder hervor.

Dieses Jahr habe ich das grosse Glück eine Wegwarte bei mir zu haben die sich hier im Hexengarten sichtlich wohl fühlt. Es ist ein Riesenexemplar Gewachsen und jeden morgen bestaune ich die Schönheit ihrer Blüten. Dabei kommen Erinnerungen zu mir an eine Person die Verstorben ist und stets von der Wegwarte geschwärmt und mir von ihr erzählt hatte. So bleibt in mir die Erinnerung wach an diese geliebte Person und ich freue mich über den Gruss aus der Anderswelt.

Hier seht ihr meine im Garten. Im Hintergrund (rechtes Bild) die wilde Karde, welche ebenso den Weg zum mir fand.

Wuchs:         wächst aufrecht verzweigt. Bis zu 1Meter hoch.

Blüte:            ab Juni bis Oktober

Wuchs Ort:  An Wegrändern, Strassen, Felder, Bahndämmen und im Hexengarten 🙂

Sandort:    Sonnig

 Ernte:           Wurzeln  März bis April und Oktober bis November, Blüten und Blätter während der Blütezeit

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Cichoriin,  Zucker, Harz, Laucoulin, Kalisalze, Gerbsäure

Wirkung: Anregend, Blutreinigend, Entzündungshemmend, Adstringierend, Hilft gegen Krampfadern, Gallenschwäche, Verdauungsschwäche, Diabetes, Hämorrhoiden, Leberprobleme, Kopfschmerzen, Hautunreinheiten, Haarausfall,Afterjucken, Gebärmutterschwäche

Küche:   Kaffeeersatz, Tee, (Salat, Chicorée, Radicchio, Zuckerhut sind Zuchtform daraus), (Apotheken haben sie auch als Tinktur und Bachblüte im Sortiment

Achtung: Die Wegwarte gehört in die Familie der Korbblütler. Menschen mit einer Allergie darauf sollten sie meiden.

Johannisbeere (Ribes)

Wer kennt sie nicht, die roten Beeren des Johannisbeerstrauches? Der Name Johannisbeere leitet sich davon ab das diese Beeren um den Johannistag  (24Juni) herum anfangen reif zu werden.

Als Kind erntete ich immer fleissig mit bei einer Bauernfamilie und freute mich schon riesig auf das Dessert mit diesen leckeren Beeren. Bei mir im Garten stehen 4 solcher Sträucher. Zwei Rote, einen Weissen und noch ein Schwarzer Strauch tragen Früchte für mich aus. Die Roten jedoch sind und bleiben meine Lieblingsbeeren. Die schwarzen sind sehr kräftig und rustikal im Geschmack und deshalb etwas gewöhnungsbedürftig…Die Weissen sind sehr mild und hübsch anzusehen.

Es gibt auch noch eine Alpine Art, doch diese kenn ich selber nicht. Diese sollen in der Heilwirkung zusammen mit den Schwarzen die meisten Kräfte besitzen.

Wuchs:         wächst als aufrechter Strauch. Wird bis zu 1,5Meter hoch. Es gibt auch Zuchtformen als Bäumchen.

Blüte:            ab April bis Mai

Wuchs Ort:   Garten, Waldränder,

Sandort:   Sonnig bis Halbschattig an etwas geschützer Lage wegen dem Frost.

Ernte:           Juni bis Anfang Juli

Inhaltsstoffe:Flavonoide (vor allem in den Blättern), Vitamin C, Gerb- und Mineralstoffe, etwas ätherische Öle, Gamma-Linolsäure (helfen gegen Entzündungen) in den Kernen

Wirkung:       Stärkt den Magen und die Gedärme, Blutreinigend, Hautbildverbessernd, hilft gegen Gicht, Rheuma, stärkt das Immunsystem

Küche:    Tee aus den Blättern, Saft aus den Beeren, Konfitüre, Kuchen, Likör, Gelee, Grütze

 

Ein altes Rezept aus dem Buch von Pfarrer J. Künzle beschreibt das Herstellen eines Saftes, aus den schwarzen Johannisbeeren, welche mit Zucker eingekocht werden. Das Endergebnis soll gegen Würgereiz und Erbrechen helfen. Ausserdem auch noch gegen Durchfall und Ruhr. Auch gegen starken Durst und Fieber sei dieses Rezept sehr hilfreich.

Das Kräuterbuch von Johannes Künzle enthält viel Wissen und Rezepte. Auch sind gute Fotografien der Heilpflanzen und Zeichnungen über den Menschlichen Körper enthalten. Ich hatte das grosse Glück eines von seinen Antiquarischen Büchern ersteigern zu können und nun bereichert es meine Kräuterbüchersammlung und mein Wissen.

 

 

Das Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Auch bekannt unter den Namen Hexenkraut, Walpurgiskraut,Teufelskraut, oder Teufelsflucht

Eine Mystische Pflanze mit Geschichte…

Es gibt viele verschiedene Sorten Johanniskraut und da muss man schon ganz genau schauen, welches das Heilkraut davon ist. Man erkennt das Echte Johanniskraut daran, dass sich die Finger rot färben, wenn man die Blüte zerdrückt. Ein weiteres Indiz sind die „Löcher“, eigentlich Öldrüsen in den Blättern.  Wenn man die Blätter gegen die Sonne hält sieht man die Punkte der Öldrüsen welche wie Löcher erscheinen. Das letzte was man nun noch prüfen kann sind die Stängel des Johanniskrautes. Innen ist der Stängel mit einem Mark aufgefüllt und nicht hohl. Dazu kommt das der zweikantige, aufrechte Stängel sich in der Krone buschig verzweigt.

Nun kurz etwas über die Mystik 😉

Man sagt der Teufel war so wütend auf das heilbringende Kraut, sodass er wild mit seinen spitzen Krallen auf die Pflanze eingeschlagen hatte. Die Pflanze war aber zu stark um sich unterkriegen zu lassen. Jedoch blieben die Löcher für alle Zeit an dem Johanniskraut als Zeichen der Attacke durch den Teufel zurück.

Das war eine der zahlreichen Geschichten rund um das Johanniskraut.

Nun zum Wesentlichen:

Wuchs:        15cm bis 100cm hoch, bildet stark verzweigte Wurzelkriechsprosse, buschig, verzweigt

Blüte:            Juni bis August

Wuchs Ort:   Gebüsch, Wegränder, Magerwiesen

Sandort:       Sonnig

Ernte:           Die offenen Blüten ab Mitte Juni bis August.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Pseudohypericin, Flavanoide, Hypericine, antibiotisches Hyperforin

Wirkung:   Depresionen, Verbrennungen 1ten Grades,  Schwindel, Muskelschmerzen, Verletzungen, Hexenschuss, Gürtelrose, Blutergüsse, Verstauchungen, Verrenkungen, Rheuma

Verwendung:  Tee aus den Blüten, Ölansatz für äusserliche Einreibungen, in Apotheken sind auch Tropfen und Pillen erhältlich.

Achtung: Frauen welche die Anti Baby Pille nehmen sollten das Kraut meiden oder mit Kondom verhüten während einer Anwendung!!! Die Inhaltsstoffe setzten die Funktion der Anti Baby Pille ausser Kraft. So geschah es schon oft das Frauen trotz korrekter Anwendung der Pille Schwanger wurden!

Auch sollte man die Sonne nach dem einschmieren mit dem Rotöl aus dem Johanniskraut meiden. Es hilft gegen Verbrennungen, doch die Haut wird bei der Anwendung empfindlicher auf die Sonneneinstrahlung, dadurch kann man sich bei unsachgemässer Anwendung ungewollt schneller den Sonnenbrand holen.

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Der Lavendel (Lavendula officinalis)

Wer denkt nicht gleich an die wunderschönen Postkartenmotive aus der Provence mit Kilometerlangen Feldern aus Lavendelstöcken? Mir geht es auf jeden Fall so und vielleicht schaffe ich es einmal im Leben an einem so wunderbaren Feld zu stehen und den Geruch einzuatmen und mich an ihrem Anblick live zu erfreuen. 🙂

In Frankreich wird der Lavendel hauptsächlich als Duftstoffgewinnung für die Parfümherstellung angebaut. Ein Teil davon geht natürlich auch in die bekannten Duftsäckli als Mottenabwehr für die Kleiderschränke. In früheren Zeiten verwendete man ihn auch als Lausvertreibungsmittel.

Im Kleiderschrank hängt bei mir auch immer ein Säckli mit Lavendelblüten und manchmal reibe ich dran und rieche mit Wonne daran:-) Welche Erinnerungen verknüpft ihr mit dem Lavendel?

Der Lavendel ist apropoh nahe verwandt mit dem Rosmarin und den liebe ich an meinen Bratkartoffeln. Als nächstes versuch ich es mal mit dem Lavendel an meinen geliebten Bratkartoffeln;-)

Wuchs:         wächst aufrecht und buschig. 30 bis 60cm hoch

Blüte:            ab Juni bis August

Wuchs Ort:   Garten, Felder

Sandort:       Sonnig, gedeiht auch auf mageren Böden. Mag keine Staunässe! Frostempfindlich deshalb liebt er geschützte, vollsonnige Ecken nahe dem Haus.

Pflege: Nach der Blüte um ein drittel kürzen. Im Frühjahr (nach dem Frost) nochmals um ca.2/3 einkürzen. Darauf auchten das immer ein paar Blätter dran bleiben damit er durchtreiben kann. So bleibt er immer Buschig und kompakt. Ungeschnittene Lavendelbüsche verholzen mit den Jahren und fallen auseinander. Das sieht dann unschön aus und er wird auch immer weniger Blüten tragen!

Ernte:           Juli bis August (kurz vor der Vollblüte ernten!)

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Lamiaceen-Gerbstoffe,, Cumarine, Flavonoide

Wirkung:       Lindert Migräne,Schwindel, Ohnmacht, Reizmagen, beruhigt die Nerven, reinigt die Niere, bei Schlafstörungen und Schnupfen, gegen Blutandrang, fördert die Durchblutung.

Küche:    ÖL, Essig, Zucker, Tee, als Würze zu div. Menüs, Kuchen, Plätchen und auch im Salat. Vorsicht bei der Dosierung, der getrocknete ist intensiver als der frische Lavendel. Auch gibt es unterschiedliche Sorten und somit ändert sich auch das Geschmackserlebnis 😉 Der Experimentierfreude sind hier Tür und Tor geöffnet, doch alles in Massen!

Säckli Rezept: Man näht sich ein kleines Stoffsäckli und lässt eine Seite dabei offen. Danach füllt man es mit getrockneten Blüten auf und bindet oder näht die Öffnung wieder zu. Das Säckli kann nun mit ins Bett genommen werden bei unruhigem Schlaf oder bei Kopfweh als Riechsäckli angewendet werden.

Baderezept: 100g Lavendelblüten in 2L heissem Wasser 5 Min. ziehen lassen. Danach gibt man es in das warme Badewasser rein. Ein wunderbares Mittel um zu entspannen und es kann auch bei Hautproblemen helfen.

Der Efeu (Hedera helix)

Im alten Ägypten wurde der Efeu als das Symbol des Sonnengottes Osiris angesehen. In Griechenland war er dem Weingott Dionysos gewidmet. Auch war er dem Gott Apoll und der Musen geweiht welche den Dichtern wiederum bei ihrer Arbeit geholfen haben sollen.

Wuchs:   Rankenbildend mit fleischigen gezähnten Blättern. Wächst an Mauern und Bäumen. Gilt als Schmarotzer aber hierzu gibt es auch andere Gegenargumente! Wichtig ist jedoch den Efeu an Bäumen regelmässig zurückzuschneiden damit der Baum in der Krone frei bleibt. So mache ich es bei meinem Haushaum und er steht schon Jahrzehnte zusammen mit dem Efeu an Ort und stelle. Sicher ist jedoch an Hauswänden sollte man ihn nicht überall hochwachsen lassen. Dort hinterlassen seine Haftwurzeln unschöne Schäden beim entfernen. Er soll jedoch als guter Regenschutz und vor Austrocknung und Rissbildung am Haus schützen und dient dazu vielen Insekten als Lebensraum und den Vögeln als Nistplatzquelle. Vorsicht ist geboten ihn an Hauswänden hochklettern zu lassen welches Risse aufweisen. Dort könnte der Efeu mit seinen starken Haftwurzeln eindringen und mehr Schaden anrichten da er den Riss weiter aufsprengen kann.

Blüte:          Sept. bis Okt.  erst an älteren Pflanzen (ab ca. 10Jahren) bilden sich dunscheinbaren Blüten im Herbst. Achtung die Blüten sind stark giftig und dürfen nicht gegessen werden!

Wuchs Ort:   An Mauern, Zäunen, Häusern, Bäumen

Sandort:      Schattig bis Halbschattig

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Polyacetylene, Chlorogensäureester, Triterpensaponine, Saponine

Wirkung:   Aufgrund seiner Giftigkeit gehört er in die Hände von Fachleuten und sollte nicht selber innerlich angewendet werden! In niedrigen Dosen lindert er  Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten. In Historischen Aufzeichnungen wird er auch als Abtreibungsmittel und Empfängnisverhütendes Mittel angegeben.

Hausgebrauch:  Man kann die Blätter zum waschen der Wäsche verwenden.

Ernte für Wäsche:     Das ganze Jahr durch 😉

Rezept: Man nimmt eine Socke oder Wäschenetz und stopft diese mit ca. 10 Efeublättern welche einmal mittig zerrissen wurden. Danach schliesst man die Öffnung sodass kein Blatt raus kann. Nun kann das ganze in die Wäsche getan werden. Es ist darauf zu achten das man dies nicht an weisser Wäsche anwendet denn es könnte zu leichten Verfärbungen kommen. Bei hartnäckigen Flecken mit Kernseife vorbehandeln oder Waschsoda dazu anwenden.

 

 

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