IMG_7645

Wer kennt Sie nicht die Wachholderbeeren im Sauerkraut???

Nicht jeder mag den herben Geschmack beim draufbeissen auf eine solche Beere. Ich selber hatte lange Zeit mühe mich dran zu gewöhnen. Heute mag ich es sogar ab und zu diese Beeren genüsslich mit Sauerkraut zu zerkauen. Wachholder hilft sehr gut gegen Magenbeschwerden und auch für die Gedärme ist er von grossem Wert.

Auch als Rächerwerk kann man den Wachholder einsetzten um Räume zu reinigen und zu desinfizieren.

In der Schweiz kann man einen Brotaufstrich unter dem Namen Latwerge kaufen, der aus Wachholder hergestellt wird.

In Österreich gibt es einen Schnapps aus den Wachholderbeeren. Er ist dort unter dem Namen Kranebitter bekannt.

Im alten Rom wurde schon damals der Wachholder hoch geschätzt und man nannte ihn dort Juniperus was soviel bedeutete wie Beeren der Göttermutter Juno.

Im Mitelalter wurden auch gerne Salben aus dieser Heilpflanze hergestellt. Sie wurde gegen Gelenkserkrankungen eingesetzt.

 

IMG_7650

 

Wuchs:       Aufrechter Strauch oder auch Baum der bis zu 12Meter hoch werden kann. Der Stamm ist grau bis rotbraun. Er hat spitze Nadelalförmige Blätter. Bis die Beeren zum sammeln reif sind dauert es bis zu 3Jahre.

Blüte: April bis Juni

Wuchs Ort:  Gärten, Parks, Gebirge, Friedhöfe

Sandort:      Sonnig

Ernte:       ganze Zweige zum trocknen. Beeren sobald diese schwarzbraun bis bläulich gefärbt sind.

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Terpineol, Flavonoide, Myrcen, Sabinen

Wirkung:  Hilft gegen Nieren-, Leber-, Magenleiden. Gicht, Rheuma

Küche:  Beeren im Sauerkraut, Wildgerichte, Wachholderzweige werden auch gerne für Räucherungen verwendet

Tipp: Wer einen Wachholderbusch im Garten hat der kann auch Zweige davon zum trocknen aufhängen und bei Bedarf ein Sud herstellen den man ins Badewasser gibt. Für Gicht oder Rheumageplagte eine Wohltat. Allerdings ist dies eine Aufwändige Prozedur, denn der Sud muss ca. 5h lang leicht köcheln bevor er verwendet werden kann.

Achtung: Da dem Wachholder auch eine Gittigkeit innewohnt so sollte er nicht übermässig verzehrt werden. Eine Überdosierung kann Hautreizungen, Leberschädigungen, Nierenschmerzen bis zu Nierenversagen führen. Höchstens 2g pro Tag verzehren.

Deshalb besonders in der Schwangerschaft vorsichtig damit hantieren und den Rat des Arztes oder Heilpraktikers befolgen.