Viele kennen den Beifuss (Auch Wermut genannt) im Gänsebraten an Weihnachten. Dort wird er gerne beigemengt um das meist fettreiche Essen besser verdauen zu können. Doch schauen wir mal genauer hin was das tolle Kräutlein uns auch noch schenken kann.

Zu früheren Zeiten wurde das Kraut gerne bei langen Wanderungen mitgenommen. Es soll dem Träger vor der Müdigkeit und vor Unglück bewahrt haben.

In der Winterzeit ist ein Fussbad von Beifuss eine wunderbare Sache, denn es wärmt den Körper durch 😉 Hilft dann auch gut gegen Erkältungen und Blasenentzündung.

Mystisches: Früher wurde ein Kranz aus Beifuss um die Hüften gebunden und man tanzte damit um das Johannisfeuer. Später warf man den Kranz ins Feuer und so sollten sich alle Anfeindungen zusammen mit dem Kranz in Luft auflösen.

Auch wurde er zusammen mit anderen Kräutern dazu benutzt, Ställe und Häuser auszuräuchern um böse Geister zu vertreiben. Dieses Ritual führte man an der Sommer- und Wintersonnenwende durch.

Bei Geburten war der Beifuss auch zu gegen, denn das Kraut ist der Schutzgöttin Artemis zugeteilt. Sie ist die Hüterin über die Hebammen, Geburt und Abtreibung.

Wuchs:         wächst aufrecht, 50 bis 200cm hoch, fiederspaltige Blätter mit silbernem Glanz

Blüte:            ab Juli bis September

Wuchs Ort:   Garten, Felsenritzen, Burgmauern, Wegränder

Sandort:       Sonnig bis Halbschattig. Nicht zu feuchte Standorte und selten düngen!!!

Pflege: Wer an Allergien leidet sollte den Beifuss vor der geöffneten Blüte zurück schneiden, denn viele reagieren empfindlich auf ihre Pollen. Nach der Abernte lässt man den Rest stehen. Erst im Frühjahr wird er bis kurz über dem Boden zurückgeschnitten.

Ernte:  Blätter vor der Blütezeit, ganze Zweige mit ungeöffneten Blütenköpfchen, Wurzel im Spätherbst

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Carotinoide, Sesquiterpenlactone, Hydroxycumarine und Flavonoide

Wirkung:   Sämtliche Magenbeschwerden, Appetit- und Stoffwechsel fördernd, Mundgeruch, Gelbsucht, Gallensteine, weissem Fluss, Erkältung, Blasenentzündung, Geburtsunterstützend, Wassersucht, Wechseljahr Beschwerden, Würmer, Übelkeit, kalte Hände & Füsse, innere Unruhezustände und Nierenleiden

Küche: Tee, Suppen, Salat, Kartoffeln, Geflügel, Wild, Käse, in fetten Speisen, Wein, Öl und Essig

Sonstige Verwendung: Fussbäder, Räucherwerk

Wichtig: Der Beifuss sollte nicht überdossiert angewendet werden! Z.B. Tee höchstens 3Tassen pro Tag. Auch nach ca. 6Wochen muss eine Pause eingelegt werden.

Sein sehr Bitterer, herber Geschmack hält zum Glück viele davon ab zu viel zu sich zu nehmen 😉