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Der pfeffrige, knoblauchartige Geschmack wurde im Mittelalter von der armen Bevölkerung sehr geschätzt, da sie sich die teuren Gewürze nicht leisten konnten. Damals wurden die frischen Blätter von April bis Juni gesammelt und gleich verwendet.

Dieses leckere Kräutlein eignet sich als alternative zu Knoblauch. Sie schmeckt ähnlich wie Knoblauch jedoch hat man beim Genuss keine unerwünschten Nebenwirkungen 😉

Wuchs:         wächst aufrecht und buschig.

Blüte:            ab April – Juli

Wuchs Ort:   Waldrand, Strassenränder und an schattigen Orten.

Ernte:           März bis Juni

Inhaltsstoffe: Allicin welches auch in Knoblauch und Zwiebel steckt. Schwefelhaltige ätherische Öle. Vitamin C. Mineralstoffe und Senfölglykoside.

Wirkung:       Antiseptisch, Schleimlösend, leicht Harntreibend, stimulierend, vertreibt Würmer, gegen langwierigen Katarrh. Als Gurgelwasser festigt er die Zähne und heilt eiterndes Zahnfleisch. Stoppt fliessende Wunden.

Küche:          Frische Blätter für Salate, Hüttenkäse,Quark und Tee. Die Samen können zur Herstellung von Senf genutzt werden.

Beim kochen wird die Knoblauchrauke leicht bitter und verliert einige Heilkraft. Deshalb sollte man sie lieber roh geniessen und für den Tee nicht zu heisses Wasser verwenden.

Tee Rezept: 2TL fein geschnittene, frische Blätter mit 2.5dl heiss aber nicht kochendem Wasser übergiessen und 5Min. ziehen lassen. 2-3mal täglich eine Tasse trinken.

Verwechslungsgefahr: Im Frühstadion kann die Knoblauchrauke gerne mit der Brennnessel, dem Nelkenwurz, dem Gundermann oder dem Scharbockskraut verwechselt werden. Keine davon ist jedoch Giftig und ich wüsste keine Giftpflanze mit der sie verwechselt werden könnte.